Hummelkönigin


geschrieben von Jo am 05.04.2017 17:31:33

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Guten Abend zusammen,

da ich nirgends eine Antwort gefunden habe, habe ich nach langem Überlegen beschlossen hier zu schreiben. Ich hoffe das ist in Ordnung.
Ich habe sonntagabends (2.4.) im Treppenhaus eine hilflose Hummel gefunden. Sie lag auf dem Rücken und, dass sie noch lebte, entdeckte ich erst, als ich sie aufhob. Äußerlich sah sie unverletzt aus aber eben sehr schwach und benommen. Ich nahm sie mit in die Wohnung und gab ihr etwas Zuckerwasser, das sie auch angenommen hat, bei ihren zwischenzeitlichen Bewegungsversuchen war sie aber weiter unkoordiniert und kippte immerzu auf eine Seite, außerdem ließ sie den Rüssel heraushängen. Irgendwann krabbelte sie an den Rand des Deckels, in dem das Wasser war, und blieb regungslos dort sitzen. Das war ca. 22 Uhr und ich wusste nicht ob sie nun tot war oder nur schlafend. Jedenfalls setzte ich sie mitsamt ihres Futtertrogs in einen Blumentopf am Fenster. Munter wurde sie seitdem allerdings nicht wieder und ich ging von ihrem Ableben aus.
Als ich aber am nächsten Tag nach ihr sah, schien es mir, als hätte sie sich von ihrem ursprünglichen Platz etwas fortbewegt, könnte aber auch Einbildung sein. Ich wollte es genau wissen und beobachte sie seitdem mehrmals täglich. Dabei konnte ich bisher feststellen, dass sich die Haltung ihrer Flügel verändert hat (sind weiter abgespreizt, erst einer, nun der zweite ebenfalls), bisher konnte ich drei-viermal beobachten, dass sie ein Bein ausstreckte und wieder anwinkelte, langsame Bewegungen, also nicht durch Luftzug oder Erschütterungen bedingt und obendrein ist ihr Hinterteil regelmäßig in schwacher Bewegung. Mal bewegt es sich hin und her, manchmal wirkt es eher wie ein leichtes Pulsieren. Die Bewegung tritt verstärkt auf, wenn ich sie mit einer Taschenlampe anstrahle um besser sehen zu können aber ob da ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht. Ansonsten reagiert sie auf nichts.

Vielleicht noch zur Ergänzung: die letzte Woche war relativ warm, teilweise über 20 Grad aber seitdem ist es wieder kälter geworden, zwischen 10 und 15 Grad. Trotzdem glaube ich fast, dass die Hummel noch nicht geflogen ist, sondern unsanft geweckt wurde. Wir haben Sonntags alte Kartonagen entsorgt, die sich in einem Raum befanden, der zum Dachboden hin offen ist und in dem gern Insekten überwintern. Seit März haben wir mindestens drei oder vier Wespen(königinnen?) und eine weitere Hummel ins Freie entlassen. Ich glaube, dass meine Hummel in den Kartons war und beim Hinaustragen dann ins Treppenhaus gefallen ist.

Was lässt sich nun damit anfangen? Ist die Hummel tot oder sterbend und die Bewegungen lediglich irgendwelche Reflexe oder verwesungsbedingt oder ähnliches? Sie hat geringfügigen Milbenbefall, sind vielleicht noch weitere Parasiten, die in ihrem Körper aktiv sind und deshalb den Eindruck von Bewegung vermitteln? Oder aber ist sie nach ihrer unfreiwilligen Störung einfach nochmal in Winterruhe gegangen auch wegen des Temperatursturzes?
Mich würde es einfach interessieren und auch ob ich noch etwas tun kann oder sollte oder ob das arme Tierchen tatsächlich hinüber ist.
Ich wäre dankbar für eine Einschätzung.





Beiträge in diesem Thema:

     Hummelkönigin   - Jo 05.04.2017 17:31:33
        Hummelkönigin   - Harry 05.04.2017 17:43:22
        Hummelkönigin   - Bulli 05.04.2017 22:50:56
           Hummelkönigin   - Jo 06.04.2017 00:11:56


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