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Varroa-Killer-Sound
Varroa-Killer-Sound im Einsatz

Da möchte man das neue Varroa-Killer-Sound-Gerät testen und schreibt einen ersten Testbericht dazu, damit auch andere Imker von den ersten Erfahrungen profitieren können. Und ehe man es sich versieht, sitzt man zwischen den Stühlen.

Auf einem Stuhl sitzt der Hersteller, Herr Krüger, der sein Soundgerät verkaufen will. Auf dem anderen Stuhl sitzt der Bienenpabst Dr. Liebig, der auch seinen Liebig-Dispenser verkaufen will.

Und dazwischen sitze ich mit meinem laienhaften Bericht…

Herr Liebig reklamiert, daß der Wirkungsgrad von mir falsch berechnet wurde. Der Milbenfall, der natürlicherweise gefallen wäre, dürfe nicht der Wirkung des Soundgerätes zugeordnet werden. Zur Ermittlung dieses Milbenfalls zieht er als Referenzvolk den Altköniginnenableger heran, der aus dem Testvolk gebildet worden ist.

Dies klingt erst einmal logisch. Also habe ich meine Berechnung angepaßt und meinen Bericht entsprechend korrigiert.

Als Reaktion darauf schreibt Herr Krüger nun:

Durch die Einflussnahme des Herrn Dr. Liebig auf den Ersteller des Berichtes, hat er den normalen Milbenfall abgezogen, was nicht richtig ist. Es zählt der Gesamtmilbenfall. Milben, die eines natürlichen Todes gestorben wären, wären ebenfalls durch die Behandlung abgetötet worden. Man zählt die Milben ja auch nicht dazu, die sich ohne Behandlung während dieser Zeit mehr als verdoppelt hätten. Es zeigt sehr deutlich die Vorgehensweise des Herrn Dr. Liebig, die Wirksamkeit klein zu rechnen, was äußerst bedauerlich und nicht objektiv ist.

 

Als ich dann die nächsten Tage den Milbenfall beim zweiten Testvolk betrachtete, kamen auch mir Zweifel an der zweiten Berechnung des Milbenfalls. Es ist eindeutig und offenkundig erkennbar, daß mit dem Sound mehr Milben fallen und vor allem deutlich mehr helle Milben.

Ein bischen darüber nachgedacht bin ich nun der Meinung, daß die Verwendung des Altköniginnenablegers als Referenzvolk nicht richtig ist. Denn diese Brutwabe wurde bereits 11 Tage lang beschallt. Eine Verwendung dieses Volkes als Referenz würde ja von vornherein davon ausgehen, daß der  Schall keinerlei Wirkung hat.

Mein persönliches Resümee: ich kann keinen Wirkungsgrad berechnen, sehe aber deutlich eine Wirkung des Schalls auf meinem Varroaschubladen. Der Wirkungsgrad ist – zumindest bei zu großem Abstand zum Brutnest durch die Honigräume – nicht ausreichend hoch genug.

Eine Beschallung direkt auf der Brutzarge könnte eine bessere Wirkung zeigen, doch frage ich mich, was jene Imker machen sollen die ihre Bruträume auf 2 Zargen führen?

Wie auch immer –  ich ziehe mich aus dieser Diskussion zurück um nicht zur Plattform für H. Krüger und H. Liebig zu werden. Die beiden sollen mal selber miteinander reden….

Meinen Erfahrungsbericht biete ich nun in zwei Versionen an:

In der ersten Version ohne Abzug des nat. Milbenfalls

In der zweiten Version mit dem Altkö-Ableger als Referenzvolk, was mir jedoch nicht richtig erscheint.

Der geneigte Leser soll nun selber entscheiden, was er für richtig hält. Noch besser wäre, er würde das Soundgerät selber testen…